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Entwurmungen 

Haustiere sind häufig auch ohne erkennbare Symptome von Würmern befallen. Beispielsweise tragen über 20% der Hunde Spulwurmeier in ihrem Fell, so das Ergebnis einer aktuellen Studie (Aydenizöz-Öskayhan et al., 2008).

Abmagerungen, stumpfes Fell oder Appetitlosigkeit können unspezifische Anzeichen für Verwurmung sein. Wenn Parasiten in Kot oder Erbrochenem sichtbar werden, ist das Tier schon massiv mit Würmern befallen.

Mit welchen Parasiten zu rechnen ist, hängt von der Art und den Lebensumständen Ihres Haustieres ab. Ob z.B. Hund, Katze oder Bartagame, Schildkröte: Unterschiedliche Tiere werden von unterschiedlichen Parasiten mehr oder weniger stark belästigt.

Zu den häufigsten Wurmarten bei Hund und Katze gehören Spulwürmer, aber auch Haken- und Bandwürmer sind nicht selten. Jungtiere sind oft besonders betroffen.

Bartagamen leiden meist unter Kokzidien, die sich schnell vermehren und dadurch zu Problemen führen können.

Landschildkröten dagegen werden häufiger von Madenwürmern oder auch Spulwürmern geplagt.

Ansteckungsquellen gibt es viele. Meistens sind es Wasser oder Futter, welche mit Eiern oder Parasiten kontaminiert ist. Bei Fleischfressern kann auch ein Beutetier als Zwischenwirt für den Parasiten fungieren. Für Hund und Katze sind es nicht nur Mäuse oder Vögel, sondern auch Flöhe, rohes Fleisch/ roher Fisch und bei Welpen v.a. die Muttermilch.  Bei Reptilien sind es häufig infizierte Beutetiere oder Artgenossen, die Parasiten „mitbringen“. Eine sorgfältige Kontrolle und Optimierung von Haltungs- und Fütterungstechnik verringern das Risiko der Parasitenübertragung.

Einige Parasiten sind tierart-spezifisch, das heißt eine Übertragung auf andere Tierarten findet nicht statt. Die meisten Parasiten können jedoch auch auf andere Tierarten und den Menschen übertragen werden. Z.B. der Spulwurm Toxocara canis, der wie schon erwähnt sehr häufig Hunde befällt, ist auch für den Menschen infektiös. Kinder, aber auch Senioren oder immungeschwächte Personen sind empfänglicher für Parasitosen und dadurch besonders gefährdet.

Für die meisten Tierarten empfehlen wir regelmäßige Entwurmungen.

Die Häufigkeit hängt von Tierart und Lebensumständen ab. Es gibt noch kein „langwirksames“ Entwurmungsmittel. Das heißt, nach der Entwurmung ist das Tier frei von den Würmern, gegen die das angewandte Medikament wirkt. Es kann jedoch unmittelbar danach wieder infiziert werden. Sobald also nach einer Entwurmung Eier aufgenommen werden, beginnt eine Parasitenentwicklung im Körper (meistens im Darm) Ihres Haustieres. Die meisten Würmer sind nach etwa einem Monat erwachsen und beginnen mit der Eiausscheidung in die Umwelt. Ein neuer Zyklus beginnt.

Sehr nützlich ist eine Kotuntersuchung auf Wurmbefall. Zum Einen lässt sich damit einschätzen, ob und wie stark Ihr Haustier von Würmern befallen ist, zum Anderen erlaubt es eine Parasitenbestimmung und damit eine gezielte und spezifische Entwurmung.
Bei Kaninchen und Reptilien sind Unverträglichkeiten auf Wurmmittel bekannt und deshalb sollten bei diesen Tierarten vorbeugende Entwurmungen nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden.
Kotuntersuchungen führen wir in der Praxis durch.